Startseite   Home   Auszeichnungen   Herstellerliste   Meine Sammlung   Literatur    Gästebuch   Links   Kontakt

 

Das Panzertruppenabzeichen der Legion Condor

 

Im Herbst 1936 stiftet der Kommandeur deutschen Panzertruppen in Spanien, Oberst Wilhelm  Ritter von Thoma, formlos das Panzertruppenabzeichen der Legion Condor. Dieses wurde am 10.07.1939 durch den Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch genehmigt.

„In Anerkennung der hervorragenden Leistungen der Panzertruppe in Spanien 1936-1939 genehmige ich, dass das von dem Kommandeur der deutschen Panzertruppe in Spanien verliehene Abzeichen von den damit Beliehenen auch weiterhin in und außer Dienst zur Uniform getragen wird.“

Die im Spanischen Bürgerkrieg, innerhalb der deutschen Legion Condor, eingesetzte Panzertruppe umfasste zunächst zwei Panzerkompanien (Pz.Rgt. 4 aus Schweinfurt und Pz.Rgt. 6 aus Neuruppin) mit 41 Panzer I und mit einer Transportkompanie sowie einer Panzerabwehrgruppe mit 20 Paks. Im Oktober 1936 folgte eine weiter Panzerkompanie. Der Panzerverband erhielt die Tarnbezeichnung „Drohne“ und war zunächst als Lehrgruppe tätig. Das Kommando übernahm Oberst Ritter von Thoma. Bis Februar 1939 durchliefen ca. 56.000 Spanier die deutsche Ausbildung. Die deutsche Panzertruppe wurde in spanische Truppenteile integriert.

Der Entwurf des Abzeichens stammte aus der Truppe selbst. Es lehnte sich deutlich an das Abzeichen der deutschen Panzertruppen des Weltkrieges an, welches am 15.07.1921 gestiftet wurde.

Verleihungsvoraussetzung war ein dreimonatiger Aufenthalt auf dem Kriegsschauplatz des Spanischen Bürgerkrieges bei untadeligen Verhalten.

Nachdem die Verleihungen in Spanien im Mai 1939 beendet wurden, wurde die Verleihung des Panzertruppenabzeichens der Legion Condor in Deutschland fortgesetzt. Die Verleihung in Spanien erfolgte mit Ausstellung eines vorläufigen Besitzzeugnisses.

 

Das Panzertruppenabzeichen der Legion Condor war wie folgt gestaltet:     

Hochovaler Eichenlaubkranz, dessen Blätter sich oben berühren und unten mit zwei abfliegenden Bändern gebunden sind. Im Zentrum befindet sich ein Totenkopf auf gekreuzten Knochen, die den Kranz berühren. Unter dem Totenkopf befindet sich, über der Schleife, ein nach links fahrender Panzerkampfwagen. Auf der Rückseite befindet sich ein senkrecht angebrachtes Nadelsystem. Das Abzeichen ist durchbrochen gefertig und versilbert.

Die Gestaltung des Panzertruppenabzeichens der Legion Condor lässt sich in drei Typen (A, B und C) unterscheiden.

Der Typ A wurde in Spanien verliehen. Charakteristisch für den Typ A ist, dass die Augen und die Nase des Totenkopfes nicht durchbrochen gefertigt sind. Die oberen Knochen, auf welchen der Totenkopf aufliegt, berühren den Kranz. Das Abzeichen ist hohl geprägt. Die Anfertigung des Prägestocks erfolgte durch die Firma F.B. Da Costa aus Lissabon.

Bei dem Typ B, welcher in Deutschland hergestellt wurde, waren Augen und Nase des Totenkopfes durchbrochen geprägt. Von den Knochen berührt nur der Oberste den Kranz. Auch dieses Abzeichen war versilbert und hohl geprägt.

Da der Typ sehr leicht brach, wurde Ende 1939 der Typ C eingeführt. Auch hier waren Augen und Nase durchbrochen geprägt. Wiederum berühren, wie beim Typ A, die obersten Knochen den Eichenlaubkranz.  Das Abzeichen bestand aus Silber (zum Nachkauf auch nur versilbert erhältlich) und war ebenfalls hohl geprägt. Hersteller war die Fa. Paul Meybauer in Berlin.

Noch in Spanien wurde ein Exemplar in Gold angefertigt. Die Angehörigen der Panzertruppe der Legion Condor überreichten dieses anlässlich der Parade am 19.05.1939 in Madrid ihrem Kommandeur, Oberst Ritter von Thoma.

Das Panzertruppenabzeichen der Legion Condor wurde 415 Mal verliehen.

 

(Quelle: Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945 – Band IV von Jörg Nimmergut)

 

Startseite   Home   Auszeichnungen   Herstellerliste   Meine Sammlung   Literatur    Gästebuch   Links   Kontakt